Der Himmel muss warten …

#PRenzlauerBergNotizen
Diese Welt ist nur ein Land und alle Menschen sind seine Bürger

Ich danke dem Oberarzt syrischer Herkunft, dass Du den Ernst des Moments erkannt und scheiss-auf- jede-Formalität mit einem unerschütterlichen Lächeln einfach nur gehandelt hast. Ohne Dich wäre ich nicht mehr da !

Ich danke dem Rettungswagen-/Notarztteam aus „unterschiedlichsten Herkunftsländern“, das mich vom SBahnhof Gesundbrunnen geholt und mit so viel Wertschätzung und Empathie im Schrittempo ins Virchow fuhr. Und immer Zeit fand, jeder Einzelne, für eine Berührung, ein Lächeln, meine Hand zu halten und mir best mögliche Sicherheit zu geben. Dem hart wirkenden arabisch-stämmigen, bärtigen Rettungssanitäter, der meine Tränen abwischte und mir voller Güte Mut zusprach.

Ich danke dem im besten Sinne des Wortes bunt gemischten Notfallteam im Virchow, den Chirurgen, Gefäßchirurgen, Internisten, Anästhesisten, Radiologen, Schwestern, Pflegern mit Gesichtszügen aus aller Welt, die ihr nur in Sorge um mich gehandelt und trotz aller Eile nie vergessen habt, dass ich ich bin.

Ein gleiches nochmal dem Notfallteam im Benjamin-Franklin, das mich drei Stunden später – nach einer weiteren Schrittfahrt durch die Stadt – operiert hat. Trotz aller Hektik und notwenigen Getriebenheit beim stechen, verkabeln, verdrahten, einpinseln und und und immer wieder eine Hand, die meine hielt. Immer ein Wort des Zuspruchs, immer eine sanfte Berührung meiner Schulter und meines Gesichtes. Menschen mit afrikanischen, asisatischen, arabischen, mittel-/europäischen Zügen.

Weit über 50 „bunte“ Menschen an diesem Tag, die nur für mich und mein Leben da waren und mir jederzeit das Gefühl gaben, einzigartig, wichtig und wertvoll zu sein !

Und ich schäme mich zutiefst dafür, dass ich in einem Land lebe, in dem so etwas überhaupt eine Rolle spielt, die Herkunft.

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#Kraehe_rockt

kr2Zum Ende des Jahres hört die seit 2001 bestehende brandenburgische Band SIX auf. Was wie ein Ende aussieht, ist in Wirklichkeit ein Anfang: Frontman Krähe setzt sein neues Projekt „Krähe“ um.

„Die Band „Six“ wird sich in der Tat auflösen. Wir Musiker bleiben aber zum Großteil zusammen und machen unter neuem Namen weiter. Robert Glaser wird eigenen Projekten nachgehen, Frank Engelmann überlegt noch. Der Rest bleibt an Bord ….“ (Stefan Krähe in maz-online)

Wir kennen uns seit 2011, ich habe die seit dieser Zeit erschienen SIX-Produktionen Gebrannte Kinder, Best Of  sowie die live-DVD „SIX goes ClasSIX“ fotografisch betreut.Nunmehr gehen wir auch den nächsten Schritt zusammen. Die aktuellen Bilder entstanden an einem der Berliner Drehorte der Blechtrommel sowie in Beelitz-Heilstätten.

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Die erste Auskopplung der in Bälde erscheinenden CD: KEINEN BOCK. Die zweite Auskopplung MEIN SOHN ist eine Liebeserklärung an …. seinen Sohn.

Krähe sind:
Stefan Krähe (Gesang)
Freddy Hau (Gitarre)
Alexander Semrow (Bass)
Andreas Giersch (Keyboard)
Jürgen Schötz (Schlagzeug)

 

(c)pics: Stefan Krähe/grenzgaenge

Die #LichtenbergerLendenLösung

#PrenzlauerBergNotizen
Lichtenberger-Lösung von Prenzlauer-Berg-Blockaden
 
Nicht jünger werdend und feststellen müssend, dass das auch für mich gilt, habe ich mir letztes Jahr eine Hausärztin gesucht. Als Bewohner des Prenzlauer Berg natürlich standesgemäß eine alternative Heilerin: Internistin, Naturheilkunde, Osteopathin.
 
Seit mehr als drei Wochen brutale Schmerzen, Rücken, Bauch. Kaum Schlaf, die Tage ohne Essen. 12 Kilo abgenommen mit Tütensuppen. Inzwischen mit den Praxismitarbeiterinnen szenegerecht auf Du. Blutwerte normal. Folgsam alles schluckend, was die moderne Heilerin an moderner Chemie rezeptiert. In der zweiten Woche zwei Handvoll Medikamentenpackungen Ärztemuster, weitere Chemie, das müssen Sie jetzt mehrere Wochen nehmen. Letzten Montag schmerzgebeugt verzweifelt erneut in der Praxis sitzend, alles hilft nichts ! Nach oberflächlicher Untersuchung zusätzliche Medikamente: Diclofenac gegen die Schmerzen, und ein Magenpräparat gegen dessen Nebenwirkungen. Und ein MRT, es könnten ja auch schwerwiegende Probleme sein. Frühester Termin 20. August.
 
Die beiden Tage danach glichen einem Horrortrip – Magen-Rücken Schmerzen derart, dass ich Mittwochabend in die Notaufnahme Lichtenberg schlich in der Gewissheit, dass dies für die nächsten Wochen erstmal mein zuhause wird. Inmitten klinischem Stress ein herrlich wirkendes Schmerzmittel via Infusion; nach zwei Stunden kam mein Internist. Blutwerte alle normal, welche Symptome ich hätte? Sein Gesicht erhellte sich bei meiner Schilderung. Untersuchung der Wirbelsäule, hinstellen, nach vorne beugen, rechtes Knie an Brust, linkes Knie an Brust, nach vorne beugen. Er sagte: Osteopathin, aha …. Moment, ich hole mal den netten Kollegen Chirurgen. Der untersuchte mich ebenfalls, nickte seinem Kollegen zu. Fühlbare Blockaden dreier Lendenwirbel. Dann ein paar unspektakuläre Aktionen, drücken hier, drücken dort. 5 Minuten ….. Entlassung nach Haus …… unglaublich nette Menschen !
 
Was soll ich sagen, die Nacht ohne Schmerzen, den nächsten Tag ohne Schmerzen, heute keine Schmerzen ……
 
So ist das vielleicht inzwischen mit dem Prenzlauer Berg: er kann verdammt weh tun, wenn man selbst nicht über seinen veganen Bio-Suppentellerrand hinausschaut ….. Beileibe nicht alles, was ultrahip klingt und sich so gibt, ist es auch ……

3. #Bundeskonferenz der #Straßenkinder in #Jamlitz 9.-11.6.2017

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Worte des Journalisten Andreas Düllik, denen nichts hinzuzufügen ist:

„Liebe MOMO’s (Michi, Isy, Trietze, Laura, Hanna, Sophia, Ronja, Nadja, Cira, Jazzman, Shula, Flo, Chris, Dave, Greeny, Halkut, Fetty, Pablo – ich hoffe, ich habe jetzt niemanden vergessen): Ihr habt das wirklich alle ganz toll gemacht!

Wie Ihr über einen längeren Zeitraum diese 3. Bundeskonferenz vorbereitet habt in Euren Arbeitstreffen in Jamlitz, aber auch in den regionalen Büros in Berlin, Hamburg und Jamlitz, wie Ihr dieses Treffen logistisch und inhaltlich auf den Weg und dann dieses Konferenz über die Bühne gebracht, das ist wirklich eine großartige Leistung.

Ich weiss, wovon ich rede. Als (leider schon älterer 🙂 ) Journalist kenne ich die Fallstricke der Medienlandschaft. Ich weiss, wie viel Herzblut, Kraft, Willensstärke und Wissen man braucht, um so eine Konferenz zu stemmen. Ihr habt es geschafft, in einer der wichtigsten Nachrichtensendungen des deutschen Fernsehens gesendet zu werden, Ihr habt Aufmerksamkeit für Eure wichtige Sache erzeugt, Ihr habt dort, aber auch vor den Mikrofonen der Radiosender eine tolle Performance abgeliefert, Ihr habt den Zeitungsredakteuren gekonnt Rede und Antwort gestanden.

Ihr alle wart so gut, dass die Ministerin für Jugend, Katarina Barley, darum gebeten hat, unbedingt zur nächsten Bundeskonferenz der Straßenkinder, die dann bereits Eure vierte (!) sein wird, eingeladen zu werden.

Ich zolle Euch, die Ihr so liebenswert, so großartig, so smart und klug seid, meinen allergrößten Respekt! Macht weiter so! Lasst Euch nicht beirren, kämpft für Eure Rechte, setzt sie durch. Ihr seid die Stimme der entkoppelten Kinder und Jugendlichen in diesem Land. Eure Stimme, liebe MOMO’s wird gehört! Fight for your right!

Alles Gute, Liebe für Euch. Und jetzt erholt Euch alle von dieser Arbeit, entspannt Euch, sammelt Kraft für alle diese großen und kleinen Aufgaben, die demnächst wieder auf Euch zukommen. Ihr alle habt es Euch sowas von verdient.

Liebe Grüße Euer Freund, Berater und Unterstützer Andreas Düllick“

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wer sich engagieren möchte, kann sich hier informieren !

(c) Text Andreas Düllik, pics Lutz Müller-Bohlen

#Manchester und die #Sicherheit

Da war noch das grosse Konzert des großen Künstlers. Gesteigerte Sicherheitskontrollen, auch für akkreditierte Fotografen. Jeder Kamerarucksack, jedes einzelne Objektiv der ca. 20 Fotografen wird einzeln akribisch durch- und angeschaut. Anschließend muss jedes Objektiv einzeln auf die Kamera geschraubt und ein Probefoto damit gemacht werden; als Beweis, dass es nur das tut, was es soll. Fehlt eigentlich nur noch der Wischtest auf Sprengstoffrückstände. Nach der Pyronale oder nach Silvester hab ich jedesmal am Flughafen eine Heidenangst, nicht in den Flieger zu dürfen.

Ich fotografiere zum Beweis den Security-Mann. „Sie dürfen mich nicht fotografieren !“ . „Was soll ich denn fotografieren ?“. „Völlig egal, nur nicht mich !“….

Was ich allerdings nicht verstehe ist, dass keinerlei Körperkontrolle stattfindet. Seis drum.

In der Vordertasche meines Kamerrucksacks findet der Sicherheitsmensch eine kleine Tasche. Ich muss sie öffnen, der darin befindliche Gegenstand wird argwöhnisch beäugt. „Was ist das ?“ „Ein Belichtungsmesser !“ … Er wird plötzlich sehr formal, holt einen Kollegen dazu. Man berät sich …. „Darf nicht mit rein !“ … „Hä ???“ … „Sie werden verstehen, bei Messern werden wir nervös“ …

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3. #Bundeskonferenz der #Strassenkinder

Plakat der 3. Bundeskonferenz der Straßenkinder: Artwork Karsten Schützler, Fotos icke

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Zur 3. Bundeskonferenz der Straßenkinder vom 9. bis 11. Juni laden wir entkoppelte Jugendliche aus ganz Deutschland ganz herzlich in das Justus-Dellbrück-Haus, die Akademie für Mitbestimmung, Bahnhof Jamlitz, ein. Die Konferenz wird von den MOMO’s organisiert.

MOMO – The voice of disconnected youth ist eine Organisation von Jugendlichen für Jugendliche, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Kindern und Jugendlichen, die ihren Lebensmittelpunkt auf der Straße haben, eine Stimme zu geben.

Dies verfolgt MOMO durch die politische Selbstorganisation von entkoppelten und benachteiligten Jugendlichen.

Dabei geht es in dieser sozialpolitischen Interessenvertretung darum, durch kontinuierliche Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit auf die dringenden Bedürfnisse und Forderungen von benachteiligten Jugendlichen aufmerksam zu machen und diese in die Politik und die Zivilgesellschaft zu tragen.

Ziele sind vor allem, gegen die Kinderarmut und soziale Ausgrenzung anzugehen sowie die Beteiligung dieser benachteiligten Gruppen an politischen und gesellschaftlichen Prozessen zu stärken und zu fördern.“ (Andreas Düllik)

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(c) pic 1 Karuna/Müller-Bohlen, pic 2 Andreas Düllik

#Gaffer vs #Sicherheit

rettungWährend die Einsatzkräfte nach Kräften bemüht sind, Leben zu retten, erdummen sich etliche – ungehindert -, vorm Heli fürs Familienalbum zu posen….

während die Polizei abseits steht und dem Treiben zusieht.

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Statt Hubschraubercheck posen auch die Rettungskräfte nach getander Arbeit fürs Familienalbum …….

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Berlin Alexanderplatz 01.04.2017

pics (c)grenzgaenge

#Straßenkinder und #MOKLI

momo1Gestern hatte ich ein cooles shooting mit den Momo’s (Mitglieder von MOMO _ The Voice of disconnected Youth) bei KARUNA in der Hausotterstraße für die 3. Bundeskonferenz der Straßenkinder und die MOKLI Help App.

MOKLI, die Hilfeplattform für jugendliche Ausreißer, bietet Straßenkindern und unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen Orientierung in einem immer komplexer werdenden Hilfesystem. Über die interaktive Karte der mobilen Website werden die umliegenden Beratungs- und Notschlafstellen, Essensausgaben oder Tageseinrichtungen ganz leicht auffindbar.-

Filter erleichtern die Suche – so gibt es beispielsweise Notschlafstellen, die ausschließlich Mädchen und Frauen vorbehalten sind. Bei der Entwicklung der App werden betroffene Jugendliche mit einbezogen, sodass sich die Funktionalität direkt an den Bedürfnissen der Nutzer orientiert. Ein wichtiger Punkt, der sich in der Kooperation mit den Jugendlichen schnell herauskristallisiert hat, ist, dass die Seite schnell lädt und wenig Datenvolumen verbraucht. Auch besonders intuitiv und leicht verständlich soll sie sein, weshalb statt langen Texten selbsterklärende Icons verwendet werden. Darüber hinaus wird die mobile Website natürlich in mehreren Sprachen angeboten.

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(c) fotos 1)Andreas Düllik, 2)grenzgaenge