#FACES_OF_ROCK – Musikerporträts von Lutz Müller-Bohlen

Pressetext

grooove-station.net & KARUNA Sozialgenossenschaft präsentieren

FACES OF ROCK
Musikerporträts von Lutz Müller-Bohlen

Vernissage: 05.08.2018
Beginn: 18:00 Uhr

Live: All Star Bluesband (Big Joe Stolle, Robert Gläser, Mauro Pandolfino, Aine Fujioka & special guests.)

Musikerportraits sind das Thema der Ausstellung „Faces of Rock“ des Berliner Fotografen Lutz Müller-Bohlen. Sie entstanden bei Live-Auftritten, im Berliner Atelier des Künstlers oder auf der Straße. Seine Fotos : hautnah, ohne Distanz, ungeschminkt, zeigen Rockgrößen wie Iggy Pop, Deep Purple, Status Quo, Bloodhound Gang, Alice Cooper, Nina Hagen. Lutz Müller Bohlens Talent zeichnet Details der Gesichtslandschaften auf, haargenau, ungeschönt, authentisch, respektvoll unverwechselbar. Seine  Kontraste, hart.

Jedes Foto bringt dem Betrachter in die unmittelbare Nähe seines Portraitierten. Manchmal möchte mein ein Schritt zurückgehen, um sich die nötige Distanz zu verschaffen.

Lutz Müller Bohlen, ist ein sozial engagierter Fotograf, dem es auch mit seinen Bildern gelingt Obdachlosen, Alkoholikern und Straßenkindern die Würde zurück zu geben. Sein fotografisches Können und  seine hohe Sensibilität machen das möglich, was nur Wenigen gelingt. Als Mitglied der KARUNA Sozialgenossenschaft gehört Müller-Bohlen  einer einzigartigen Organisation von Straßenjugendlichen und Zivilgesellschaft an. Dieses Bündnis ist für Lutz Müller-Bohlen eine Quelle der Sozialfotografie, die er für genauso wichtig hält, wie seine Arbeiten mit den Musiklegenden unserer Zeit.

Unterstützt und präsentiert von KS Music / Booking & Promotion, AKV music, KARUNA Sozialgenossenschaft eG, GinaM und grooove-station.net ist in den Räumen des MÄRZ CLUB, Greifenhagener Str. 17, also im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg eine Ausstellung zu sehen, die Ihresgleichen sucht. Musikerporträts aus allen Genres, bekannt und weniger bekannt, aber immer zeigen sie uns die wahre Seele und das Gesicht der Musik, als ein Teil unserer Kultur.

(Jörg Richert, Geschäftsführer Karuna e.V.)

 

MÄRZ Club
Greifenhagener Str. 17
10437 Berlin
Tel. 0178/8371458
mail.: maerz-restaurant@outlook.de

 

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Vernissage meiner „#Faces_of_Rock“ am 05.08.2018

Neuigkeiten zu meiner Fotoausstellung „Faces of Rock“ (Vernissage „Lutz Müller-Bohlen – Faces of Rock“ am 05.08.2018) im Café März, weils Klaus Stracke von KS Music / Booking heute im Radio so gesagt hat: zu einem Termin wird Guitar-Hero Henri Aalto aus Finnland nicht nur anreisen, sondern auch spielen; zu einem weiteren Termin wird mir/uns/Euch „Potsch“ Bernhard Maria Potschka (Nina Hagen Band/Spliff/ Potsch Potschka Band) die Ehre geben …..

Die Vernissage bestreitet musikalisch die All-Star-Blues-Band mit Big Joe Stolle (BJ Stolle, BigJoeStolle Bluesband), Robert Gläser, Mauro Pandolfino und Aine Fujioka ….

angefragt und sehr motiviert sind, so Klaus, u.a. noch János Kóbor von Omega, Maschine (Puhdys) und der Hamburger-Hammer-Blueser Mick Van Wolfen (Die Ärzte und himself) als special-Guests ….

wow ! Danke Klaus Stracke, Thomas B. Stoye, Gina Meuche, Karuna Sozialgenossenschaft und Mirko März für Euren tollen Support als Veranstalter und Euer Vertrauen in mich !

Ausstellungstext: „Musikerportraits sind das Thema der Ausstellung „Faces of Rock“ des Berliner Fotografen Lutz Müller-Bohlen. Sie entstanden bei Live-Auftritten der Rock-Größen wie Foo-Fighters, Deep Purple, Status Quo, Johnny Winter, Limp Bizkit, Doro Pesch oder auch im Berliner Atelier des Künstlers. Zum einen lebensnah, geradezu ungeschminkt werden seine Arbeiten über die Presse vermarktet und auch für die Promotion der Künstler selbst verwendet. Zum anderen sind diese Portraits nicht nur Abbilder. Details der Gesichtslandschaften, haargenau gezeichnet, fügen sich auf eine Art zusammen, die das unverwechselbare Markenzeichen Müller-Bohlens sind.“

Clips:

Henri Aalto

Potsch Potschka

Mick van Wolfen

Omega

Big Joe Stolle

#Morbus_Ormond und #Aortenaneurysma … kommen nicht so gut

Ich will gar nicht klagen, aber der Weg zur Diagnose war ein langer. Etliche Zwischenstationen der Odyssee, ekelhafte Schmerzen und wochenlange Wartereien auf Facharzttermine lass ich mal weitgehend aus.

Ende 2016 großer rundrum-hoffentlich-sorgenfrei-Check bei der Hausärztin, auch mit allem, was nicht so viel Spaß macht. Devertikulitis  – Antibiotika, Darmspiegelung – kam dann trotzdem, unerwartet. April 2017 massive Schmerzen im Unterbauch/Rücken. Die Hausärztin vermutete eine erneute Darmentzündung, obgleich die Entzündungsparameter im Blut nur dezent erhöht waren. Flosamen und Schmerzmittel brachten keine wirkliche Hilfe. Wegen der ständigen Rückenschmerzen  MRT. Ich lag – krankgeschrieben – flach und war phasenweise immobil. „Zufällig“ las ich auf dem MRT-Befund, den ich in die Hände bekam, als Nebendiagnose „Aortenaneurysma 4,7 cm – CT-Kontrolle dringend empfohlen“. Die Hausärztin hatte es „überlesen“. Darauf angesprochen, machte sie ein Ultraschall, bestätigte den Befund 4,7 cm und empfahl, in einem halben Jahr eine erneute Kontrolle bei ihr. Kein CT. Es blieben mich völlig immobilisierende Schmerzen.

Irgendwie war mir das dann alles doch suspekt, ich wechselte kurz entschlossen den Hausarzt im August 2017. Überweisung auf meinen Wunsch hin in die Gefäßambulanz der Charité Benjamin-Franklin. Der Ultraschall zeigte für das Aneurysma 6 cm !! Größe (tja, Frau Hausärztin Internistin, in einem halben Jahr hätten wir uns ggf. nicht mehr gesehen), dringende OP-Indikation. Der hoch engagierte Oberarzt organisierte für den nächsten Tag – 27.09.2017 – ein stationäres CT.

Auf der Heimfahrt nach dem CT erreichte mich ein Handy-Anruf der Charité in der S-Bahn „dringender Verdacht auf eine gedeckte Leckage der Aorta. Sie setzen sich bitte sofort hin, rufen den Notarzt und bewegen sich nicht mehr. Wir leiten alles für eine sofortige OP in die Wege.“ So saß ich dann wie ein Häufchen Elend am Sbahnhof Gesundbrunnen eine gefühlte Ewigkeit und wurde im Schritttempo mit dem Notarzt in die Charité Mitte gefahren, wo mich ein riesiges Ärzteteam erwartete. Nach einigen Checks gings, wieder mit Blaulicht im Schritttempo in die Charité Benjamin Franklin. zur bereits vorbereiteten Not-Op, Stent.

In den CT-Kontrolle fiel eine Ummantelung der Aorta auf mit ursächlichen Verdachts-Begrifflichkeiten wie Autoimmunkrankheit oder Lymphom. Gürtelförmige Schmerzen blieben, wenngleich deutlich weniger. Die weitere Abklärung erfolgte ambulant bei den Rheuma- und Hämatologen in den nächsten Wochen ohne wirkliches Auflösung der Ursache, bis auf den Ausschluss Lymphom. Ein Kontroll-CT im Januar 2018 brachte erstmals die Verdachtsdiagnose Morbus Ormond. Der Rheumatologe empfahl eine stationäre Abklärung, der Hämatologe wollte drei Monate zuwarten. Schmerzen blieben. Novalgin. Lediglich zwischenzeitlich kurze Intervalle Cannabis in Absprache mit dem Hausarzt brachten tageweise deutlichst weniger Schmerzen, kaum noch Schmerzmittelbedarf und: belastbare Mobilität.

Zufällig fand ich im Internet, dass es in der Charité Benjamin-Franklin bei den Nephrologen eine Spezialambulanz für Morbus Ormond gibt. Überweisung dorthin: schneller Termin, ein supernetter, engagierter Prof. Dr. van der Gieth mit Zeit und Empathie. Stationäre PET-CT, vorgestern Auswertung mit ihm ….. und nunmehr Beginn der medikamentösen Therapie.

Schaun wir mal…..

#Konzertfotografie : wenn Bordelllicht zum Problem wird

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Carlos Dalelane

In der Blueskneipe meines Vertrauens im Prenzlauer Berg hatten die Ausnahmemusiker Mike Russel, Carlos Dalelane sowie Marcos Coll und ich uns für ihren Gig verabredet. Warum auch immer, es war nicht möglich, den roten LED-Bühnenstrahler ab- und die durchaus nette Athmo-Deckenbeleuchtung einzuschalten. Ich weiß nicht, wer wann und vor allem warum rote Bühnenstrahler eingeführt hat. Carlos und ich waren uns vollkommen einig, dass sich das nicht nur deprimierend auf den Fotografen, sondern auch auf die Musiker auswirkt.Der Groove leidet, so und so !

Dies, in schummrigem Licht, lässt die fotografischen Probleme erahnen:  ISO hoch (rauschen), Autofokus nah ja und vor allem: alles rot in rot… ich bin ja eh ein Verfechter auch hoher ISO-Werte, wenns nicht anders geht. Das war also mein geringstes Problem (hier tiefenentspannte ISO 4000). Da das Licht insgesamt konstant war, boten sich eingangs ein paar Testaufnahmen an, um die Werte manuell einzustellen. Irgendwas bei 1,8 und ner 1/100tel plus minus. Problem Nummer zwei: der Autofokus arbeitet bei rotem Licht nur suboptimal und benötigt irgendeinen Kontrast, und da Musiker sich bewegen, gerät das Ganze – insbesondere bei großen Blendenöffnungen – freihand gern mal zum Vabanquespiel: mal pumt der Autofokus, mal sitzt er daneben. Da muss man durch: Ausschuss und coole Momente verpa(tz)ssen ist vorprogrammiert.

Das dritte Problem: das rote Licht. Eher ungern – soweit man ein höflicher Mensch ist – möchte (darf) man Musikern beim Gig ungehemmt ins Gesicht blitzen, zumindest soweit man sich öfter begegnen möchte. Man könnte auch das durchaus elegant lösen, mit Abspreche, indirekt, entfesselt an die Decke, was aber voraussetzt ….. egal ! Rotes Licht, kein Blitz: bekanntermaßen, und das lässt einen mit zunehmender Erfahrung deutlich entspannter werden: diese Fotos lassen sich passabel in Schwarzweißbilder umwandeln. Nicht immer und nicht nicht immer cool (die Haut sieht tw fuchtbar aus), aber gelegentlich kann einem das buchstäblich den Arsch retten.

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Mike Russel
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Marcos Coll
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Carlos Dalelane

Und manchmal, wenngleich selten, hat man dann doch seinen Lucky-Shot, bei dem die Rotfärbung einfach nur geil ist:

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Mike Russel

 

pics (c) Lutz Müller-Bohlen

 

 

 

 

#Konzertfotografie: Wenns nicht rockt, isses fürn Arsch !

Aufnahmen mit Langzeitbelichtung, vielleicht sogar  mit bewegter Kamera, sind nicht grundlegend neu; und weitgehend zufallsabhängig. Wenngleich man durch z.B. vorhandene Farben, Strukturen sowie gezielte Bewegungen viel Einfluss auf das Ergebnis nehmen kann.

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Hier mein Ausstellungsbild „Tänzerinnen aus Arles“; blauer Abendhimmel Lampen und Autoscheinwerfer auf dem Marktplatz der südfranzösischen Stadt. Das Bild vom Hotelbalkon, bei der Aufnahme pastis-geschwängert tanzend, drückt meine kindliche Freude über das Eintauchen in van Goghs Welt aus (mein Projekt „van Gogh“).

Dazu inspiriert mich immer wieder Otto Steinerts „Subjektive Fotografie“, die nur eine Deutung der Realität darstellt, unter Ausnutzung  aller Toleranzen und aller Variationsverfahren. Die subjektive Interpretation des Betrachters ist nötig und seine Fantasie wird gefordert:

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mein Buchregal

Dies funktioniert auch superb z.B. bei der Konzertfotografie. Warum loten nur so wenige Menschen die unendlichen Möglichkeiten ihrer Kameras aus? Ganz am Rande: Fotos müssen nicht rauscharm sein (das scheint geradezu ein Zwang zu sein, man schaue sich im Gegenzug hierzu die begnadeten körnigen Athmo-Fotos der Jazzclubs aus den 50ern an). Fotos müssen auch nicht grundsätzlich scharf sein.

Langzeitbelichtungen in der Konzertfotografie sind megacool. Hier der halbsekündige Ausschnitt eines Gitarrensolo des texanischen Ausnahmegitarristen van Wilks:

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Oder Eberhard Klunker performte In-A-Gadda-Da-Vida in Berlin in Anwesenheit von Iron Butterflys Keyboarder Martin Gerschwitz… es heißt zur Entstehung des Titels, Doug Ingle habe den ursprünglichen Titel „In the Garden of Eden“ nach dem Genuss von mehr als zweieinhalb Litern Wein so ausgesprochen … mit Langzeitbelichtung und Kamerabewegung der spontane Versuch bei Eberhards Konzert, das, sowie die psychodelische Aura seiner Entstehung 1968, nachzuempfinden:

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Kein Netz, kein doppelter Boden, authentische Farben, try and error. Was soll schlimmstenfalls passieren, ausser ein außergewöhnliches, aus der trüben Masse herausstechendes, Foto zu erschaffen !

Diese Art Aufnahmen wirken initial immer etwas flau. Sinniger Weise sollte man, des immensen Potentiales wegen, in RAW fotografieren und in der Postproduktion Kontraste und Sättigung (in Nik Color Efex z.B. Detail Extractor oder Tonal Contrast) zu pimpen. Ggf ergänzend die Microkontraste mit einer „umgedrehten Unschärfemaskierung“ (Stärke 30, Radius 30-70, Schwellenwert 2-3) anzuheben. That’s all. Weiteren Bearbeitungsmöglichkeiten sind natürlich keine Grenzen gesetzt . Nur wenn das Ergebnis nicht rockt, isses fürn Arsch !

 

 

#Speiche, a place to be

m3Seit einem Vierteljahrhundert eine Institution: Speiches Rock & Blues Kneipe in Prenzlauer Berg. Gegründet von Jörg “Speiche” Schütze, dem legendären Basser der DDR-Blues-Band “Monokel”. Der ist vor einigen Jahren als Kneiper in Rente gegangen und mit seiner Band wieder auf die Bühnen des Landes. Die Kneipe hat er in liebevolle, verständige Hände übergeben, und so ist auch heute wie seit Jahrzehnten urgemütlich: „Speiches R&B Kneipe “ präsentiert jeden Freitag u. Samstag die besten Musiker der Stadt u. Internationale Gäste auf der kleinen Bühne mit Blues, Akustik Rock, Soul, Folk, Jazz, Country, Boogie Woogie …

Live:

Alain Apaloo

Captain Crap

mannex
Manne Chicago
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Bernd Kühnert
lello
Lollo Lojewski
gala
Gala Gahlert
waldi4
Waldi Weiz
matze
Matthias Stolpe
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Eberhard Klunker
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Martin Gerschwitz

(c) pics Lutz Müller-Bohlen

I only look loud: Martin #Gerschwitz ….

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Nach seinen musikalischen Anfängen in Solingen zog Martin 1985 in die USA, um seine musikalischen Träume zu verwirklichen. In den folgenden Jahren kam er mit vielen renommierten und bekannten Musikern zusammen. Von 1987-1989 tourte er mit Lita Ford (die zweimal in den Top Ten der US-Charts vertreten war), 1989/90 spielte er bei “Meat Loaf” und 1991/92 war er festes Mitglied bei “The Works”. Von 1993 bis Anfang 1998 gehörte er zur “Walter Trout Band”, bis er im März 1998 bei “Eric Burdon & The Animals” einstieg. Nach sieben erfolgreichen Jahren mit den “Animals” landete er im November 2005 den Gig als Keyboarder/Lead Vocalist bei der weltbekannten Flower-Power-Rockband “Iron Butterfly” (Hit: “In-A-Gadda-Da-Vida”), bei denen er immer noch spielt.

1996 startete Martin parallel zu den Band-Tätigkeiten seine Solo-Karriere. Mittlerweile kann er auf sieben CDs zurückblicken, die hauptsächlich Instrumentalstücke enthalten.

Und immer wieder tourt Martin leidenschaftlich solo in deutschen Clubs – wie gestern in Speiches Rock- und Blueskneipe in Prenzlauer Berg/Berlin – und erweist sich nicht nur als brillianter Musiker, sondern auch als charismatischer Geschichtenerzähler.

Anfang Mai 2016 wurde eine 52-minütge Dokumentation über ihn und seine Musik produziert. Hier könnt Ihr sie sehen.

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all pics (c) grenzgaenge

Der Text stammt in weiten Teilen von Martins Homepage.

 

Der Himmel muss warten …

#PRenzlauerBergNotizen
Diese Welt ist nur ein Land und alle Menschen sind seine Bürger

Ich danke dem Oberarzt syrischer Herkunft, dass Du den Ernst des Moments erkannt und scheiss-auf- jede-Formalität mit einem unerschütterlichen Lächeln einfach nur gehandelt hast. Ohne Dich wäre ich nicht mehr da !

Ich danke dem Rettungswagen-/Notarztteam aus „unterschiedlichsten Herkunftsländern“, das mich vom SBahnhof Gesundbrunnen geholt und mit so viel Wertschätzung und Empathie im Schrittempo ins Virchow fuhr. Und immer Zeit fand, jeder Einzelne, für eine Berührung, ein Lächeln, meine Hand zu halten und mir best mögliche Sicherheit zu geben. Dem hart wirkenden arabisch-stämmigen, bärtigen Rettungssanitäter, der meine Tränen abwischte und mir voller Güte Mut zusprach.

Ich danke dem im besten Sinne des Wortes bunt gemischten Notfallteam im Virchow, den Chirurgen, Gefäßchirurgen, Internisten, Anästhesisten, Radiologen, Schwestern, Pflegern mit Gesichtszügen aus aller Welt, die ihr nur in Sorge um mich gehandelt und trotz aller Eile nie vergessen habt, dass ich ich bin.

Ein gleiches nochmal dem Notfallteam im Benjamin-Franklin, das mich drei Stunden später – nach einer weiteren Schrittfahrt durch die Stadt – operiert hat. Trotz aller Hektik und notwenigen Getriebenheit beim stechen, verkabeln, verdrahten, einpinseln und und und immer wieder eine Hand, die meine hielt. Immer ein Wort des Zuspruchs, immer eine sanfte Berührung meiner Schulter und meines Gesichtes. Menschen mit afrikanischen, asisatischen, arabischen, mittel-/europäischen Zügen.

Weit über 50 „bunte“ Menschen an diesem Tag, die nur für mich und mein Leben da waren und mir jederzeit das Gefühl gaben, einzigartig, wichtig und wertvoll zu sein !

Und ich schäme mich zutiefst dafür, dass ich in einem Land lebe, in dem so etwas überhaupt eine Rolle spielt, die Herkunft.

#Kraehe_rockt

kr2Zum Ende des Jahres hört die seit 2001 bestehende brandenburgische Band SIX auf. Was wie ein Ende aussieht, ist in Wirklichkeit ein Anfang: Frontman Krähe setzt sein neues Projekt „Krähe“ um.

„Die Band „Six“ wird sich in der Tat auflösen. Wir Musiker bleiben aber zum Großteil zusammen und machen unter neuem Namen weiter. Robert Glaser wird eigenen Projekten nachgehen, Frank Engelmann überlegt noch. Der Rest bleibt an Bord ….“ (Stefan Krähe in maz-online)

Wir kennen uns seit 2011, ich habe die seit dieser Zeit erschienen SIX-Produktionen Gebrannte Kinder, Best Of  sowie die live-DVD „SIX goes ClasSIX“ fotografisch betreut.Nunmehr gehen wir auch den nächsten Schritt zusammen. Die aktuellen Bilder entstanden an einem der Berliner Drehorte der Blechtrommel sowie in Beelitz-Heilstätten.

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Die erste Auskopplung der in Bälde erscheinenden CD: KEINEN BOCK. Die zweite Auskopplung MEIN SOHN ist eine Liebeserklärung an …. seinen Sohn.

Krähe sind:
Stefan Krähe (Gesang)
Freddy Hau (Gitarre)
Alexander Semrow (Bass)
Andreas Giersch (Keyboard)
Jürgen Schötz (Schlagzeug)

 

(c)pics: Stefan Krähe/grenzgaenge