Rezo: let’s get loud !

#PRenzlauerBergNotizen

Wenn junge Menschen wie #Rezo mit „Die Zerstörung der #CDU“ jetzt krass aufstehen und völlig zu Recht an den Stühlen ua von Politiker-Dullis rütteln, die vorsätzlich die Welt für schnöden Mammon zerstören, ist das fett ! Mehr davon: steht auf, seit unbequem, frech und laut bis es schmerzt ! Denn das ist Teil der LÖSUNG ……

Und absolut geil, dass die CDUler jetzt wie aufgescheuchte Hühner ob des Clips rumflattern bis hin zu Forderungen, youtube müsse dringend „geordnet“ werden – klingt netter als Zensur, meint aber dasselbe. Ist das respektvoller, demokratischer Umgang mit der Meinungsfreiheit ? nöööö !

Aber es muss uns alle treffen: Wir alten Säcke*innen haben gefälligst alle mit Cojones die berechtigte Kritik der Jungen und Jüngsten auszuhalten, was wir der Gesellschaft, der Welt und ihrer Zukunft angetan haben und uns ganz leise zu schämen; durchzuatmen und vereint das Ruder rumzureissen.

#FridaysforFuture #Klimaschutzziele #klimastreik #voteclimate #lautfürsklima #klimawahl #menschenschutzgebiet #Europawahl2019

Werbeanzeigen

all the lonely people ….

Wir kannten uns nicht. Letztes Jahr waren Martin Kolbe und seine Gitarre spontan zu Gast bei mir. Eine Woche für uns beide, abgeschottet vom Alltag, zwischen Wahnsinn und Genie …. und tiefer freundschaftlicher Zuneigung.

1977 begann Martins Zusammenarbeit mit Ralf Illenberger als Duo Kolbe & Illenberger. Die erste gemeinsame LP Waves erschien 1978, erreichte in der Jahresbestenliste des SDR  einen Platz unter den ersten zehn und wurde von dem Magazin Stereo über längere Zeit als Referenzplatte für akustische Gitarrenmusik verwendet. Das Duo bestritt rund 1.000 Konzerte in etwa 40 Ländern und veröffentlichte sieben Alben. Neben den Konzerten hatten sie zahlreiche Live-Auftritte im Rundfunk und im Fernsehen, unter anderem im ARD-Rockpalast

Die Idee zu diesem Video haben wir in meiner Küche geboren, Martins unvergleichbares Gitarrenspiel und Erzählkunst mit meinen Streetfotos der einsamen, verlassenen Seelen auf der Straße zusammen zu bringen….. Probeaufnahmen

Etliche Monate hat es gedauert, Martin wurde in der Zwischenzeit schwer krank. Und hat es nun fertiggestellt: „Eleanor Rigby„, unser gemeinsamer Appell an Menschlichkeit und Humanität, für die einsamen und vergessenen Seelen auf der Straße. Die musikalischen Slides hat Jean-Pierre von Dach beigetragen, Martin Gesang, Gitarre, Bass und Percussion, die Stills icke. Martin hat aus allem ein einzigartiges, tief emotionales Video gemacht… Chapeau !

 

Psychiatrie: Gewalt hat Tradition

#PRenzlauerBergNotizen

Gewalt hat Tradition … “ Es ist die Hölle, seinem eigenen, tiefsten Seelenschmerz schutz- und würdelos ausgeliefert zu sein“ (M.K. 2018)
 
2019. Warum wollen viele psychisch erkrankte Menschen, auch „die auf der Straße“, nicht in die Psychiatrie ? Weil sie vergleichbare Erfahrungen durchleiden oder mit ansehen mussten ! Erstaunlich deckungsgleich sind viele Berichte….
 
Ein Mensch klagt gegen eine psychiatrische Einrichtung. Der Vorwurf: er wurde dort 18 Stunden im Bett fixiert, ohne dass über weite Strecken nach ihm geschaut wurde.
 
Fixierungen: routiniert gewaltsam niedergerungen, festgebunden und nahezu „vergessen“. Festgezurrt an Händen, Bauch und Füßen, manchmal auch noch am Kopf. Ohne Klingel.  Was passiert, wenn man muss? Die Frage kann sich jeder selbst beantworten. In „moderneren“ Ansätzen gibts „Pampers“. Kein Trinken. Schlafentzug, ein paar mal pro Nacht leuchtet eine Person wortlos kurz frontal mit einer Taschenlampe ins Gesicht. Drohungen mit Fixierung, wenn man sich falsch verhalte, als Erziehungsmittel. Traumatisierung, schlimmste Entwürdigung. Ähnliches passiert im Übrigen in sog. Isolationszimmern.
 
Das Recht ist inzwischen an einer Stelle ziemlich eindeutig. Ua bedarf die Fixierung einer 1:1-Betreuung (!) mindestens durch Pflegekräfte, einschließlich Beziehungs“arbeit“. Die Realität ist nach wie vor in vielen Akutpsychiatrien eine völlig andere.
 
Eine mögliche Erklärung „Traditionen im klinischen Alltag.“ (Martin et al. 2007)
 
„Hochgerechnet wären das 221.000 Fixierungen und Isolierungen im Jahr. Nicht erfasst sind damit die Zwangsmaßnahmen in geschlossenen Wohnheimen und Pflegeheimen. […] Dennoch sind die Unterschiede in der Häufigkeit institutioneller Gewaltanwendung, in BW zwischen 3% und 17% bei vergleichbaren Kliniken, so groß, bzw in Herne mit weniger als 1% so niedrig, dass wir gar nicht anders können, als von den Verantwortlichen im System Antworten zu fordern. Nicht umsonst pilgern jedes Jahr Besuchsdelegationen aus ganz Deutschland nach Herne, um sich über die beispielgebende Arbeit dort zu informieren.“ (Martin Zinkler) …
 
Und wie reagieren seine Mitbetroffenen auf seine Anzeige: völlig entmutigt, zT sogar ablehnend. „Was soll der Quatsch, das bringt doch eh nichts. Ist halt so. Muss man mit leben ! Ärzte und Pflegekräfte sind zu mächtig, die decken sich doch untereinander.“
und dann das:
„Danke, dass Du auch darauf hinweist, lieber Lutz. Ich selbst wurde zwar nie fixiert, das blieb mir bis jetzt erspart. Aber meine manchmal entsetzlichen Erlebnisse in psychiatrischen Kliniken genügen vollauf.

Erst im letzten Jahr, als ich (nur zu meinem Besten natürlich) nach einer absurden Vorgeschichte wieder einmal gegen meinen Willen an so einen Ort verbracht wurde, machte ich die bislang schlimmste Erfahrung.

Obwohl ich zu keinem Zeitpunkt aggressiv war (ich bin ja nicht blöd – dann hat man nämlich verloren, denn das gibt den Weg frei für ALLE verfügbaren Zwangsmaßnahmen), warf man mich zwei Nächte lang in einen Raum, der mal “Isolierzimmer”, mal “Intensivzimmer” genannt wurde.

In dieser Gummizelle mit Gefängnistür kam nie jemand, wenn ich auf den Klingelknopf drückte. Die Luft war heiß, trocken und stickig, das Fenster natürlich nicht zu öffnen. Keine Nasszelle, kein Wasserhahn, nichts.

Die einzige Flüssigkeit im Raum, mit der ich meinen brennenden Durst hätte stillen können, war meine eigene Pisse, die in einer Flasche neben dem Karton stand, in den ich bei Bedarf hätte scheißen sollen.“

(M.K. 2019)

 

166643_173303116047877_7846792_n

#PRenzlauerBergNotizen – Mea culpa

Eine meiner Zwangshandlungen ist, in den Briefkasten zu schauen, wenn ich nach Hause komme. Tagelang war jetzt nix, noch nicht mal Werbung. Heute nun hat mir Der Polizeipräsident in Berlin einen Brief geschickt. Gender, mmmmmh, egal….

Da Schreiben dieser Art niemals Glückwünsche für irgendwelche Anlässe enthalten, zumindest nicht in meinem Leben, ist klar: Lutze, haste was verbrochen.

Ja, was soll ich sagen. Ich habe an den Iden des März beim Rückwärts-Einparken im Schneckentempo mit der Anhängerkupplung das Nummernschild eines hinter mir parkenden Autos einen Mü von touchiert. Es war fast nix zu sehen, aber ich hab trotzdem die Polizei gerufen. Sehr nette Beamte, netter Plausch, nette Verabschiedung. Schaden: wenn man es möchte, ein neues Nummernschild.

Die Dame mit dem einen Hauch, einem Mü von verbogener Nummernschildecke möchte kein neues Nummernschild, sie hat sich nicht gemeldet.

Aber die Polizei, heute:
Brutus, auch Du mein Sohn hast beim Fahren in eine Parklücke ein stehendes Auto beschädigt. § 19 OWiG; § 1 Abs. 2, § 49 StVO; § 24 StVG; 1.5 BKat … 30 Euro Verwarnungsgeld (§§ 56, 57 OWiG). Seis drum, hab ich wieder was gelernt.

Das Studium des BKat ist dann interessant. Radfahrer gefährden ist billiger (20 Euro). Für Blaulichtfahrzeuge keine Rettungsgasse bilden auch (20 Euro). In zweiter Reihe Parken mit Behinderung des Verkehrs/der Radfahrer auch (20 Euro). So könnte man es fortsetzen ….

Ergo: Es ist also teurer, einen unwesentlichen …. und dafür selbst die Polizei … egal, so sind die Regeln, die das Miteinander regeln !

Wohnraum für alle ?

warum verabschieden wir uns nicht von der illusion „Wohnraum für alle“ im klassischen denkmuster eigener vier betonwände ? egal was wir tun: die moderne plant und entscheidet in einem paralleluniversum auf der überholspur ihren anspruch an ihre realität anders…. mit ihrem vermeintlichen recht des kapitals. und immer mehr fallen durchs sieb. höchstens für unseren heiligenschein geben wir der forciert wachsenden zahl gestrandeter schlafsäcke, die sie noch nicht einmal nutzen können: wir billigen ihnen – so „versorgt“ – noch nicht einmal mehr den platz unter der brücke oder das zelt in der brache oder im wald zu: weg da ! wir lamentieren dabei vollmundig rechtfertigend über das recht auf wohnung, installieren aber keine lebensräume, sondern alibis wie massenanpassungsschlafplätze. friss oder stirb, aber bitte nicht hier ! … „aber jeder könnte ja“… ja, wäre da nicht der, preussisch geübte, barfüssig dornenreiche hindernislauf des anpassungssystemes durch die institutionen. an dessen ende allerdings keine wohnung steht, so oder s.o.

wir brauchen dringend höchst innovative konzepte der hilfen und modernen lebens – und durchaus auch kompromissbehaftete, mutige übergangsstrategien ….

#obdachlos #obdachlosigkeit #kältehilfe

wild und ungestüm viral …

Gedankenskizzen am Ende meines Tages….

wenn man wirklich will, findet man hier, jenseits der, wahrlich sündhaft, teuren Dachappartements mit zugangscodegesichertem Blick auf diese 99,9 %ige urbane Sterilität, noch das letzte 0,1 % ungezähmte Abenteuer Leben ….. ich lasse mich nicht zwangsverhipstern. Nicht yuppisieren von denen, die ihre normierte Hohlheit mit Marken und Logos kaschieren. Und ich lasse mir nicht von pseudodynamisch, lässiggelackten, vollgekoksten Vorständen, denen der Wert des Individuums scheissegal ist, mein Leben vorschreiben. Ich beuge mich niemals ihren Regeln, die ihre Verachtung für die Schöpfung regeln bis in die kleinste Zelle, und jedes noch so kleine Fünkchen geistigen Reichtums, das sie nicht profitabel für ihre Zwecke ausbeuten können, kaltlächelnd ersticken. Ich lasse mich, meine Gedanken, mein Denken, mein Sein nicht von der Antischöpfung uniformieren, ich denke weiter nackt, so wie ich bin …. sag nein, und laut !

Denn merkt euch: dieses restliche, multiresistente 0,1% vermag, zu jeder Zeit, euch zu infizieren, wild und ungestüm viral, mit freigeistiger Leidenschaft, Liebe, unendlicher Kreativität und hemmungsloser Lust auf Leben…..

Bergfest meiner Ausstellung #Faces_of_Rock mit Manfred #Maurenbrecher

Bergfest meiner Ausstellung „Faces of Rock“ mit Manfred Maurenbrecher (DANKE !!!!)  …. „Ein Abend mit Liedern von unterwegs. Abenteuer, Flucht, Sehnsucht. Eine Welt im Umbruch. Klavier, Stimme und etwas Licht“ (Maurenbrecher)

manfred

40684909_2165615936816575_391009480415903744_o

(C) Foto1: Lutz Müller-Bohlen, Foto2: Thomas Jonscher, Musik: Manfred Maurenbrecher

meine #Ausstellung #Faces-of-Rock, Termine und Ausstellungsplakat

www.faces-of-rock-de

05.08.2018 18.00 UhrVERNISSAGE, Exposition Faces-of-Rock, MÄRZ Club, Greifenhagener Str. 17, 10437 Berlin

Begrüßung

  • Jörg Richert (Vorstand Karuna Sozialgenossenschaft eG)

Eröffnung der Ausstellung

  • mein Sohn Vincent Lülfing

Konzert im März-Club: All-Star-Blues-Band (Big Joe Stolle, Robert Gläser, Mauro Pandolfino, Aine Fujioka) special guest POTSCH POTSCHKA (Nina Hagen Band, Spliff)


02.09.2018 18 Uhr – MANFRED MAURENBRECHER,  Exposition Faces-of-Rock, MÄRZ Club, Greifenhagener Str. 17, 10437 Berlin


finfinfin

#FACES_OF_ROCK – Musikerporträts von Lutz Müller-Bohlen

Pressetext

grooove-station.net & KARUNA Sozialgenossenschaft präsentieren

FACES OF ROCK
Musikerporträts von Lutz Müller-Bohlen

Vernissage: 05.08.2018
Beginn: 18:00 Uhr

Live: All Star Bluesband (Big Joe Stolle, Robert Gläser, Mauro Pandolfino, Aine Fujioka & special guests.)

Musikerportraits sind das Thema der Ausstellung „Faces of Rock“ des Berliner Fotografen Lutz Müller-Bohlen. Sie entstanden bei Live-Auftritten, im Berliner Atelier des Künstlers oder auf der Straße. Seine Fotos : hautnah, ohne Distanz, ungeschminkt, zeigen Rockgrößen wie Iggy Pop, Deep Purple, Status Quo, Bloodhound Gang, Alice Cooper, Nina Hagen. Lutz Müller Bohlens Talent zeichnet Details der Gesichtslandschaften auf, haargenau, ungeschönt, authentisch, respektvoll unverwechselbar. Seine  Kontraste, hart.

Jedes Foto bringt dem Betrachter in die unmittelbare Nähe seines Portraitierten. Manchmal möchte mein ein Schritt zurückgehen, um sich die nötige Distanz zu verschaffen.

Lutz Müller Bohlen, ist ein sozial engagierter Fotograf, dem es auch mit seinen Bildern gelingt Obdachlosen, Alkoholikern und Straßenkindern die Würde zurück zu geben. Sein fotografisches Können und  seine hohe Sensibilität machen das möglich, was nur Wenigen gelingt. Als Mitglied der KARUNA Sozialgenossenschaft gehört Müller-Bohlen  einer einzigartigen Organisation von Straßenjugendlichen und Zivilgesellschaft an. Dieses Bündnis ist für Lutz Müller-Bohlen eine Quelle der Sozialfotografie, die er für genauso wichtig hält, wie seine Arbeiten mit den Musiklegenden unserer Zeit.

Unterstützt und präsentiert von KS Music / Booking & Promotion, AKV music, KARUNA Sozialgenossenschaft eG, GinaM und grooove-station.net ist in den Räumen des MÄRZ CLUB, Greifenhagener Str. 17, also im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg eine Ausstellung zu sehen, die Ihresgleichen sucht. Musikerporträts aus allen Genres, bekannt und weniger bekannt, aber immer zeigen sie uns die wahre Seele und das Gesicht der Musik, als ein Teil unserer Kultur.

(Jörg Richert, Geschäftsführer Karuna e.V.)

 

MÄRZ Club
Greifenhagener Str. 17
10437 Berlin
Tel. 0178/8371458
mail.: maerz-restaurant@outlook.de

 

Vernissage meiner „#Faces_of_Rock“ am 05.08.2018

Neuigkeiten zu meiner Fotoausstellung „Faces of Rock“ (Vernissage „Lutz Müller-Bohlen – Faces of Rock“ am 05.08.2018) im Café März, weils Klaus Stracke von KS Music / Booking heute im Radio so gesagt hat: zu einem Termin wird Guitar-Hero Henri Aalto aus Finnland nicht nur anreisen, sondern auch spielen; zu einem weiteren Termin wird mir/uns/Euch „Potsch“ Bernhard Maria Potschka (Nina Hagen Band/Spliff/ Potsch Potschka Band) die Ehre geben …..

Die Vernissage bestreitet musikalisch die All-Star-Blues-Band mit Big Joe Stolle (BJ Stolle, BigJoeStolle Bluesband), Robert Gläser, Mauro Pandolfino und Aine Fujioka ….

angefragt und sehr motiviert sind, so Klaus, u.a. noch János Kóbor von Omega, Maschine (Puhdys) und der Hamburger-Hammer-Blueser Mick Van Wolfen (Die Ärzte und himself) als special-Guests ….

wow ! Danke Klaus Stracke, Thomas B. Stoye, Gina Meuche, Karuna Sozialgenossenschaft und Mirko März für Euren tollen Support als Veranstalter und Euer Vertrauen in mich !

Ausstellungstext: „Musikerportraits sind das Thema der Ausstellung „Faces of Rock“ des Berliner Fotografen Lutz Müller-Bohlen. Sie entstanden bei Live-Auftritten der Rock-Größen wie Foo-Fighters, Deep Purple, Status Quo, Johnny Winter, Limp Bizkit, Doro Pesch oder auch im Berliner Atelier des Künstlers. Zum einen lebensnah, geradezu ungeschminkt werden seine Arbeiten über die Presse vermarktet und auch für die Promotion der Künstler selbst verwendet. Zum anderen sind diese Portraits nicht nur Abbilder. Details der Gesichtslandschaften, haargenau gezeichnet, fügen sich auf eine Art zusammen, die das unverwechselbare Markenzeichen Müller-Bohlens sind.“

Clips:

Henri Aalto

Potsch Potschka

Mick van Wolfen

Omega

Big Joe Stolle